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Esoterisches Kämpfen?


Kyusho wird häufig als Kampfsport für Esoteriker angesehen, da man sich in vielen Kyusho Spielarten mit –für westliche Sozialisation – seltsamen Dingen beschäftigt. Da wird über Meridiane, Zirkel, Elemente, Energieübertrag, Absicht und sonstige Sachen geredet, die für den wissenschaftlich orientierten Normalbürger nicht greifbar erscheinen. Auch sind die Reaktionen der Ukes eine Sache, die im normalen Kampfsporttraining so nicht geübt werden und daher völlig unbekannt sind.


Dann gibt es jede Menge Lehrer, die das auch noch so unterrichten, als wären diese Theorien die Quintessens des Kyusho, oder bewusst auf esoterischen Schnikschnak setzen, um die entsprechende Zielgruppe anzusprechen.


Auch wird immer wieder darauf hingewiesen, wenn dies alles so gut wäre, warum findet sich das nicht in den UFC oder MMA kämpfen.

Daher wird die Technik im Kyusho sehr schnell als esotherischer Mumpitz abgestempelt.


Diese Einstellung verschwindet bei denjenigen, die es ausprobieren sehr schnell, da die Schmerzen, die ein Kyusho Training mit sich bringen, sehr real zu erfahren sind. Auch ist das was im Kyusho gemacht wird vollständig über die westliche Medizin zu erklären. Nur erfordern diese Erklärungen von dem Zuhörer ein tiefgehendes Wissen um die anatomischen und neurologischen Vorgänge, so dass in der Regel diese Erklärungen zu weit gehen und nur schwer zu verstehen sind. Die vereinfachten Modelle der traditionellen chinesischen Medizin – und vereinfachte Modelle sind es in der Regel, die im Kyusho Unterricht genutzt werden – sind da leichter zu merken und helfen als Merksätze auch weiter.


Kyusho unterscheidet sich hierdurch sehr stark von dem üblichen Kampfsporttraining. Es wird nicht mit irgendeiner Schutzausrüstung geübt. Techniken werden nicht dadurch funktional, dass der Uke seinen Block möglichst weit aufmacht, damit eine Technik funktionieren kann, sondern dadurch, dass die entsprechende Reaktion ausgelöst wird, die man für die Technik gerade braucht. Nicht mehr die eigene Bewegung ist entscheidend für den Kampfverlauf, sondern die des Ukes, der in die entsprechende nötige Position gebracht wird. 


Diese Vorteile ausnutzen zu können, erfordert immer noch ein vernünftiges Basissystem, damit man den Kampf nicht bereits verloren hat, bevor man  überhaupt in die Lage kommt, einen Nervendruckpunkt nutzen zu können. Die meisten Personen, die Kyusho nutzen, haben daher bereits Meistergrade in einer Kampfsportart, bevor sie mit dem Kyusho anfangen. Dann ist das Kyusho eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Stil, die einem erlaubt auch die natürlichen Reaktionen des Uke in die eigenen Techniken mit einzubinden. Ob sie das tun, ist für den Außenstehenden nicht zu erkennen, da Niemand einen Nervendruckpunkt erst bunt anmalt, bevor er darauf haut.

Das hat dann nichts mit Esoterik zu tun, sondern ist die natürliche Erweiterung des eigenen Kampfstils durch vertiefte Anatomie- und Neurologiekenntnisse.   


 
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