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Was ist ein Nervendruckpunkt

Eigentlich ist Punkt schon die falsche Bezeichnung. Unter Punkt stellt man sich etwas Nadelspitzen- kleines vor. In Wirklichkeit sind es Bereiche, die in etwa die Größe einer Ein- Euro- Münze haben.  Manche sind etwas kleiner, andere eher größer.


Unter diesen Punkten liegen, wie der Name schon sagt Nerven. Dabei interessieren uns nicht die Hautnerven, an die man überall herankommt, sondern die tiefer im Gewebe liegenden Nervenstränge. Diese werden – wie der Name schon sagt - gegen vorhandene anatomische Strukturen gedrückt. 


Daher muss man um die Punkte nutzen zu können immer fünf Dinge über den jeweiligen Punkt wissen:


1. Wo er genau liegt. Dazu gibt es Karten, wie die, die man auf dieser Seite findet. Das Wissen alleine, dass da ein Punkt ist, bringt einen aber nicht wirklich weiter. Alle Karten beruhen auf einem Idealkörper, den kein normaler Mensch so hat. Die verschiedenen Körperformen bringen es mit sich, dass hier leichte Verschiebungen auftreten, die man erst durch Erfahrung lernen kann.

 

2. Mit welcher Methode, also Schlagen, Drücken, Reiben, oder nur leichtes Berühren welcher Punkt aktiviert wird ist also auch notwendig zu wissen, um einen Punkt benutzen zu können. Ein Punkt ohne die richtige Methode, wie er aktiviert wird, reagiert nicht.  


3. Weiterhin muss ich wissen, in welche Richtung ich ihn am besten zum Funktionieren bekomme. Dabei haben die meisten Punkte mehr als eine Richtung, in die sie funktionieren. Die Richtung wird dabei meistens so angegeben: In Richtung Handgelenk, oder auf diese oder jene Körperstelle zu.


4. Hiernach muss ich den Winkel zur Richtung kennen. Da man Nervenstränge im Gewebe erreichen will, muss man wissen, wie man an dem schützenden Gewebe vorbeikommt und wo sich der Nerv am besten gegen eine entsprechende anatomische Struktur pressen lässt. Dies wird durch den Winkel bezeichnet.


5. Die Wirkung des Punktes. Der Körper reagiert nicht auf alles gleich. Auch nicht auf alle Punkte. Daher muss ich im Einsatz eines Punktes wissen, was er auslöst. Manche Punkte stören das Bewusstsein, andere Lähmen, mache beeinflussen die Atmung oder das Verdauungssystem, andere brechen den Stand etc. Jeder Punkt hat da so seine Vor- und Nachteile. Daher muss ich um den passenden Punkt zu einer beabsichtigten Wirkung auszuwählen die Wirkungen der verschiedenen Punkte kennen. Dabei ist zu beachten, dass ein Punkt bei Verschiedenen Richtungen auch verschiedene Wirkungen entfalten kann.


Bei 372 Akupunkturpunkten, einigen Extrapunkten, mehreren Winkeln pro Punkt kommt daher eine reichliche Lernarbeit auf jeden zu, der sich mit diesem Thema beschäftigt. Da man diese Punkte und ihre Wirkungen auch noch hervorragend kombinieren kann, muss man auch noch die Kombinationen mitlernen.


All dies geht nur durch praktisches Training. Nur mit einem Buch Punkte auswendig zu lernen hilft einem in der Realität nicht weiter. Nur durch regelmäßiges Training mit verschiedenen Trainingspartnern entwickelt man ein Gefühl dafür, wie man die Punkte wirksam einsetzen kann. Ohne dieses Training wird man sie entweder gar nicht treffen oder die gebotenen Möglichkeiten nicht verstehen.

 


 
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