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Start Kyusho Jitsu Die Geschichte des Kyusho

Traditionelles Kyusho

Japan

Die  bekannteste frühe  Publikation über Vitalpunkte die aus Japan bekannt wurde, ist das Bubishi. Dieses ist vermutlich Anfang des 18. Jahrhunderts aus der Region Fujian in China nach Japan gekommen. Die Inhalte des Bubishi beziehen sich auf den Kranichstil, der erst im dem 18. Jahrhundert entwickelt wurde.


Inwieweit bereits vor dem Bubishi Aufzeichnungen über Vitalpunkte in Japan bestanden ist mir nicht bekannt. In einem Artikel aus dem Jahre 1942 in dem Shin Budo Magazin erklärte Takuma Hisa ein Populärer Daito Ryu Meister, die Kunst des Kyusho ginge auf Shinsha Saburo Minamoto no Yoshimitsu dem Entwickler des Daito Ryu zurück, der von 1045 - 1127 lebte. Weitere Quellen hierfür sind jedoch nicht zu finden.


Aufgrund des engen Kontaktes zu chinesischen Kampfkünstlern ist davon auszugehen, dass auch vor der Zeit des Bubishi die Benutzung der Vitalpunkte bei einigen bekannt war. Hierbei wurden diese aber nur an Schüler des eigenen Dojo oder Familienangehörige weitergegeben, so dass außerhalb dieser Kreise kein Wissen zur Verfügung stand. 


Das Bubishi wird als Grundlage der Entwicklung vieler Japanischer Stile angesehen, so dass die darin beschriebenen Vitalpunkte auch Einzug in diese fanden.


1935 veröffentliche Ginchin Funakoshi sein Buch Karate Do Kyohan. In diesem Buch findet sich neben vielem anderen auch die Anwendung von Druckpunkten. Hierbei wird häufig darauf verwiesen, diese Liste, auf der auch die Effekte und Auswirkungen verzeichnet waren sei Funakoshi von Otsuka Hironori (Gründer des Wadoryu Karatedo)  als Beitrag zu dessen Buch übereicht worden. Wie auch immer, sie wurden von Funakoshi offensichtlich in seinen Stil integriert, da er bei der Registrierung seines Schulnamens bei der Dai Nippon Butokukai im Mai 1940 die Benutzung von 40 Kyusho Punkten als Teil seines Stiles angab.


  

Auch dieses Kyusho entsprach grundsätzlich dem des Marma Adi. Die Punkte wurden in einer Weise genutzt, in der sie den maximale Schaden anrichteten und den Gegner mit großer Wahrscheinlichkeit töteten.


Aus den Karten des Bubishi und anderer bekannt gewordener Vitalpunktkarten aus Japan weiß man, dass die seinerzeitige Anwendung des Kyusho primär auf das sofortige Töten des Gegners ausgelegt war. Diese Karten nutzten meist dieselben 36 bis 72 Punkte und beschrieben Angriffsweisen auf diese, die den Gegner den größtmöglichen Schaden zufügen sollten. Hieraus entwickelte sich das Konzept des Ikken Hissatsu, frei übersetzt in etwa: "Töten mit einem Schlag", nach dem der Gegner mit jedem einzelnen Angriff sofort getötet werden sollte.


Traditionelles Kyusho

Indien / China

Modernes Kyusho


 
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