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Wie funktioniert Kyusho Jitsu



Das Kyusho Jitsu ist, kurz gesagt, die Lehre des anatomisch und neurologisch korrekten Schlagens, Greifens und Reibens am menschlichen Körper. Kyusho Jitsu enthält daher kein eigenes Offensiv - oder Defensivsystem. Es ist ein Zusatz, der den eigenen Kampfstil effektiver macht.

Hierzu werden hauptsächlich die bekannten Akkupunkturpunkte genutzt. Die Position dieser Punkte läßt sich in jedem Buch über Akkupunktur nachlesen. Die Besonderheit dieser Punkte liegt darin, dass jeder dieser Punkte einen Schwachpunkt in der Anatomie darstellt, an dem sich sehr einfach und direkt auf das Nervensystem zugreifen läßt. Diese Schwäche nutzt Kyusho Jitsu aus.
Um dies zu verstehen wird in einigen Organisationen auf die Theorien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) zurückgegriffen. In der Zusammenarbeit mit verschiedenen Ärzten hat sich jedoch herausgestellt, dass das Überstülpen des auf Heilung ausgelegten TCM- Theoriesystems auf die Anwendung in den Kampfkünsten nur zum Teil passt und zum Teil bestensfalls als nutzlos angesehen werden kann. Darüberhinaus ist es zum Verständnis einiger der feineren Vorgänge in der vereinfachten Form, in der es dann im Kyusho gelehrt wird, auch zu grob gerastert.

Hierin selber liegt noch kein Unterschied zu dem, was in den traditionellen Kampfsportarten oder -künsten gemacht wird. Auch hier sind Schwachpunkte bekannt, und werden ausgenutzt. Der Unterschied liegt jedoch in der Intensität. Wird bei den traditionellen Kampfsportarten nur hin und wieder ein einzelner d
ieser Schwachpunkte angegangen, so wird im Kyusho ausschließlich mit diesen gearbeitet. Dies hat zur Folge, das die Einwirkung auf das Nervensystem kumuliert und hierdurch durch leichteste Anregung ein Effekt erziehlbar wird.  



Um dies verständlich zu machen, wird am Beispiel des Akupunturpunktes Dreifacher Erwärmer (3E) 17 der Unterschied erklärt. Der Punkt liegt unter dem Ohrläpchen in einer Vertiefung hinter dem Kieferknochen. 

Er wird in den meisten Kyusho Verbänden einfach entlang des Energieflusses auf dem Meridian nach oben vorne gedrückt. Dies funktioniert und tut auch weh. Dann wird mit Energiezuordnungen der passende Finger ausgewählt, der richtige Atem gesucht etc. Das hört sich dann ganz toll an, bringt aber wenig.






Demgegenüber beschäftigt sich die Kyusho International mehr mit den anatomischen Gegebenheiten an den Punkten. Betrachtet man den Punkt 3E 17 genauer, so sieht man, dass dort der Nervus Facialis (gelb) auf der einen Seite aus dem Schädel aus dem Foramen Stylomastoideum austritt und sich auf dem Ansatz des Kieferknochens verzweigt. Jeder dieser Zweige läßt sich nutzen.  Das Wissen um den genauen Verlauf des Nerves, läßt wiederum ein direkteres Ansprechen zu. Der Nerv wird dann eben z.B. erst gegen den Kieferknochen gedrückt und dann entlang des oberen Astes des  Nervus Facialis gerieben. Die Wirkung fällt hierbei deutlich stärker aus. Gleichzeitig erlaubt einem das Wissen um den Verlauf der Nervenzweige verschiedene andere Anwendungen für diesen Punkt zu entwickeln, die mit der TCM nicht mehr im Einklang stehen.

Daher wird im Kyusho für jeden der benutzten Punkte eine eigene und nur auf diesen einen Punkt abgestimmte Technik genutzt. Hierdurch wird die Wirkung einzelner Punkte weiter optimiert.  Dies setzt natürlich eine Menge an Lernarbeit voraus. Im Curiculum der KI findet sich dies wieder. Die ersten Lerninhalte setzen sich aus dem Erlernen der Positionen und Methoden für die Einzelpunkte am gesamten Körper zusammen. 

Erst wenn die
Positionen und Methoden für die Einzelpunkte bekannt sind und ihre Anwendung auch beherrscht wird, kann auch mit Kombinationen der Punkte gearbeitet werden. Auch hierzu werden verschiedene Techniken unterrichtet, die zeigen, wie man die Wirkung eines Punktes durch verschiedene Anregungen anderer Punkte deutlich verstärken kann.

Durch das eigene Wissen um die neurologischen Zusammenhänge läßt sich die Auswirkung der eignen Technik daher genau steuern. Nicht die Wucht eines Schlages erziehlt die Wirkung, sondern die Genauigkeit und die angemessene Dosierung. Die Auswirkung der Technik ist dabei von vornherein kalkulierbar. Hierbei kann so ziemlich jede neurologische Reaktion erreicht werden, von einem lokalen Schmerz bis zu einem völligen Bewußtseinsverlußt. Hierdurch soll auch die Verletzungsgefahr des Gegenüber gemildert werden. Knochenbrüche, Bänderrisse oder andere langwierige Verletzungen des Gegenübers können nicht das Ziel eines Kampfsporttrainings sein. 

Gleichzeitig darf bei einem solchen Training, das direkt Einfluß auf die neurologischen Vorgänge im Körper nimmt, die Gesundheit nicht zu kurz kommen. Von Anfang an wird daher gelehrt, wie man die Auswirkungen, die man hervorruft wieder beseitigen kann. Dies nimmt daher einen nicht geringen Anteil des Trainingsprogammes in Anspruch.


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