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Wie fühlt sich ein Kyusho KO an?


Viele Leute haben Angst das Kyusho auszuprobieren. Ein Freund und Trainingspartner von mir, der seit Jahrzehnten Kampfsport betreibt und dabei auch viel Vollkontakt trainiert hat, sagte mal zu mir, ihn würde das ja mal Interessieren, er wolle aber nicht in die Situation kommen, wo er wiederhergestellt werden müsste.

Wer jemals durch stumpfes Trauma ausgeknockt wurde, möchte das auf keinem Fall wiederholen. Das Gefühl ist sehr schmerzhaft, meist von Übelkeit und Kopfschmerzen begleitet und kann durch unbehandelte Nackenprobleme tagelang anhalten.


Im Kyusho sieht man die Leute umfallen, sie werden wiederhergestellt und gehen weitertrainieren. Daraus schließen die meisten, das sei dann kein KO, sonst müsste es ihnen viel schlechter gehen.


Die Mechanismen die im Kyusho zur Erzeugung eines KO´s genutzt werden sind andere, als bei einem KO durch stumpfes Trauma. Daher sind auch die Auswirkungen anders und leichter zu beheben.

Hierbei gibt es in der Regel eins von drei Ereignissen, die der Uke fühlt:

Der schnelle KO ist gefühlsmäßig, als ob ein Schalter umgelegt würde. Man steht da und als nächstes wacht man auf, wenn die Wiederherstellungstechnik durchgeführt wird. Dies ist manchmal mit einem kurzen Lichtblitz verbunden, aber in der Regel nicht mit Schmerzen.


Der langsame KO fühlt sich an, als würde die Kraft aus den Beinen fließen. Nach der Technik steht man noch für ein bis zwei Sekunden (was sich subjektiv viel länger anfühlt) und wird erst orientierungslos und schwindelig, dann fällt man um und wird wieder wach,  wenn die Wiederherstellungstechnik durchgeführt wird.


Als Variante des langsamen KO gibt es noch den körperlichen KO. Bei diesem wird nur die motorische Funktion abgeschaltet. Der Uke ist die gesamte Zeit wach, und hat das Gefühl, die Technik hätte überhaupt nicht funktioniert. Während man darauf wartet, dass der andere es noch mal versucht(subjektiv recht lange, tatsächlich aber sofort) , fällt man um. Dann will man aufstehen, da man nicht das Gefühl hat, es gäbe irgendeinen Grund, warum man umgefallen ist, aber es geht nicht. Wenn die Wiederherstellungstechnik durchgeführt wird, kommt sofort die volle Körperkontrolle wieder.


Alle drei Varianten haben keinerlei Nachwirkungen, die sich nicht umgehend beheben lassen würden. Daher ist es den Leuten auch möglich danach wieder weiter zu trainieren, als ob nichts gewesen wäre.


Wichtig ist nur, dass man seinem Trainingspartner sämtliche Nachwirkungen direkt sagt, damit er sich darum kümmern kann. Sonst hat man das Risiko, dass sich irgendwas verfestigt und unangenehm wird.


Aber so schlimm, wie bei einem KO durch stumpfes Trauma wird es nie.

 
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